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Fünfzigzwanzig


Ausstellung

Wie vermochten wir das Meer auszutrinken

Di - Sa 13:00 - 17:00, Do bis 20:00

Die Idee zur Ausstellung Wie vermochten wir das Meer auszutrinken entstand in Auseinandersetzung mit dem Begriff des »Gemeinsam-seins«. 

Diesem haftet sowohl in der Kunst als auch in gesellschaftspolitischen Ordnungen ein hoffnungsvoller Gedanke an: die Möglichkeit, Gemeinschaften herstellen zu können, in denen es sich gemeinsam aushalten lässt.
Unbestritten ist, dass sich das Problem des »Gemeinsam-seins« stets aufs Neue stellt und dies gerade jetzt – in Zeiten der Aufrüttlung »europäischer Homogenität« durch außereuropäische Einflüsse – mit besonderer Dringlichkeit. Ein »Gemeinsam-sein« kann jedoch in keinem Fall auf einem Gegebenen des gemeinsamen Seins beruhen. Vielmehr stehen wir vor der Aufgabe, ein »Gemeinsam-sein« zu denken, das als Sein jenseits von Identitäten, Zuständen und Subjekten situiert ist.


Die in der Ausstellung gezeigten Werke der sechs Künstlerinnen und Künstler sind zum Großteil im vergangenen Jahr entstanden – dennoch wäre es nicht richtig zu sagen, die Arbeiten wären „für die Ausstellung“ produziert worden; ja nicht einmal beschäftigen sie sich direkt mit dem Thema des Gemeinsam-seins. Der Grund dafür liegt vor allem in der schlichten Tatsache, dass der von uns hier skizzierte Themenkomplex nicht mit Blick auf ein Resultat „erarbeitet“ werden kann. Ein „Gemeinsam-sein“ entsteht jedoch im „Zwischen“ – zwischen uns, in den Gesprächen des letzten Jahres als Vorbereitung auf die Ausstellung, zwischen den ausgewählten Arbeiten, zwischen den beteiligten Akteurinnen und Akteuren, im „Zwischen“ jeder einzelnen Arbeit und natürlich auch in jenem „Zwischen“, das durch ein Ausstellen und Öffentlich-machen realisiert wird. Es wäre daher gelogen, dass die Ausstellung sich mit dem Gemeinsam-sein „beschäftigt“, vielmehr ist sie dessen Artikulation, die in der Fünfzigzwanzig ihre vorläufige Form findet. 
Hier soll also kein Diskurs entworfen werden, hingegen teilen wir, was Jean-Luc Nancy hoffnungsvoll als Erwartung an seine Arbeit formuliert: „dass die Anrede wahrnehmbar wird von einem Denken, das uns von überall her erreicht, simultan, vielfach, wiederholt, insistierend und variabel, und dabei niemand andrem ein Zeichen gibt als „uns“ und unserem neugierigen ‚Mit-ein-ander-sein’, die-einen-die-anderen-anredend.“

Teilnehmende KünstlerInnen:
Arianna Fantin/ Julia Haugeneder/ Christian Murzek/ Natalie Neumaier/ Georg Oberhumer/ Sabine Priglinger
Link: http://galerie5020.at/programm/wie-vermochten-wir-das-meer-auszutrinken


Kartenreservierung: +43 662 848817

Fünfzigzwanzig
Residenzplatz 10, 2.OG
5020 Salzburg
5020.info


Ausstellungszeitraum
Sat 11.11.2017 - Sat 16.12.2017


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